Montag, 1. Dezember 2014

Geht in Deckung, das ABER grassiert

Liebe Leser,

ich habe mich gerade aufgeregt und auch in solchen Fällen, soll ja ein Blog helfen. Druck ablassen, Standort beziehen.

Ich las gerade bei Facebook eine Diskussion unter einem Beitrag von Tollabox. Es geht um einen verabscheuungswürdigen Zeitschriftenartikel (den ich hier bewusst nicht verlinke), in dem der Autor Züchtigungen und Gewalt in der Kindererziehung als Strategie propagiert. Einer der ersten Kommentare beginnt mit: "Ich halte nichts von körperlicher Strafe, aber..."

Dieses aber! Greift das gerade um sich, oder werde ich empfindlich? 

Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber...
Ich bin ja wirklich nicht rechts, aber...
Ich finde Gewalt gegen Kinder nicht gut, aber...

Aber was? Ich möchte, dass Ihr mich für einen guten Menschen haltet, aber eigentlich bin ich ein Arschloch?

Leute, lasst solche verkleideten Meinungsäußerungen! Sagt, was Ihr denkt, wenn Ihr meint, es passt zum Thema und Ihr könnt unumwunden zu dieser Meinung stehen!

So ist das Aber in der deutschen Sprache sicher nicht gedacht! Ich plädiere für einen rein bestimmungsgemäßen Gebrauch, als Maske taugt das Aber nicht!

Mit rauchenden Grüßen
Eure Endwinterwunder


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